14.07.2018 - 15.09.2018

DOROTHEE GOLZ - XENIA HAUSNER

OBJECTS OF DESIRE

Dorothee Golz, Hippie Madonna
Xenia Hausner, Moonriver
Dorothee Golz, Komischer
Xenia Hausner, Zeit Der Unschuld
Dorothee Golz, Lebensentwurf
Xenia Hausner, Fliehkräfte
Xenia Hausner, Call Center

Rundgang durch die Ausstellung

  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018
  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018
  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018
  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018
  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018
  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018
  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018
  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018
  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018
  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018

  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018

  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018

  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018

  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018

  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018

  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018

  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018

  • Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie422, 14.07.2018 bis 15.09.2018

OBJECTS OF DESIRE

Dorothee Golz und Xenia Hausner in der Galerie 422

Es wäre womöglich ein Einfaches die beiden aktuellen Positionen von Dorothee Golz und Xenia Hausner auf einer formalen oder einer medialen Ebene zusammen zu führen. Da wären zum einen die Werkserie PX von Dorothee Golz und die Reihe ODD SHAPES von Xenia Hausner, die sich beide objekthaft von der Zweidimensionalität der Wand abheben. Da wäre die Fotografie, die mitunter von beiden Künstlerinnen gleichermaßen zur Umsetzung ihrer Ideen und Konzepte genutzt wird. Und da wäre schließlich das Schöpfen aus gut eingeführten wie vertrauten Bildern, Formen und einem Vokabular aus Kunst und Alltagskultur. 

Für ihre PX-Reihe koppelt Dorothee Golz Alltagsgegenstände los von ihrer Funktion, um festzustellen, dass was übrig bleibt, „in gewisser Weise mit psychologischer Energie zu tun hat“. Was sie daran interessiert, ist diese Wechselwirkung zwischen einer inneren und äußeren Sphäre. In der Fortführung der PX-Serie übernimmt die Künstlerin -vermeintlichen Vererbungsgesetzen folgend- in jeder neuen Generation ihrer PX-Objekte Eigenschaften vorangegangener Modelle, wie in der Biologie gibt es auch hier Mutationen und Gensprünge. Und auch in der mittlerweile 4. Generation der Reihe stellt sich als Reflexion einer Reflexion für Golz immer wieder die Frage was das Menschsein ausmacht.

Xenia Hausner formuliert es ähnlich, wenn sie von der „Wahrheit jenseits des Gemalten“ berichtet, um die es ihr geht. Es sind nie Portraits, es sind Charakterstudien in erfundenen Konstellationen, die auf der Leinwand festgehalten werden. Es geht um eine innere Wesentlichkeit, die es für die Künstlerin „rauszukitzeln“ gilt. Als neue Entwicklung sind bei Hausner nun „odd shapes“ also „seltsame Formen“ als Bildbegrenzung hinzugekommen. Vertraute Formen lösen sich auf und wie durch ein Mikroskop dringt man tiefer in die Materie und sieht so die Dinge neu. Sprech- oder Gedankenblase, Komma oder Anführungszeichen lassen uns in das Konstruktionsgeheimnis einer Figur eindringen und können gleichsam als Hypertext oder Kommentar gelesen werden. 

Formal wie motivisch mag hinter jedem Bild ein Bild und hinter jedem Objekt ein Objekt stehen, es mag zitiert oder mutiert werden. Die beiden Positionen von Xenia Hausner und Dorothee Golz allerdings treffen sich an jenem Punkt, wo die ewig großen Themen und Fragen der Menschheit von einem interpretativen Moment durchkreuzt werden. Diese Arbeiten sind keine Bestandsaufnahmen, auch keine Handlungsanweisungen, vielmehr sind sie Impulsgeber für Selbstreflexion und Auslöser für Geschichten, von denen es so viele wie Betrachter gibt.

Text: Daniela Gregori