Benjamin Nachtigall – Martin Veigl – Stefan Zsaitsits

09.10.2021 – 20.11.2021

Die Galerie 422 Margund Lössl lädt von 9. Oktober bis 20. November 2021 zu einer gemeinsamen Schau von Benjamin Nachtigall, Martin Veigl und Stefan Zsaitsits.

Die Galerie 422 Margund Lössl lädt im Herbst erstmals zu einer gemeinsamen Schau von Benjamin Nachtigall, Martin Veigl und Stefan Zsaitsits. Die Tridemausstellung der Newcomer startet am Samstag, 09. Oktober 2021 und läuft bis einschließlich Samstag, 20. November 2021.

Anhand der drei Positionen werden die gegenständlichen Tendenzen, die seit einigen Jahren in Malerei, Zeichnung und Skulptur zu verfolgen sind, beleuchtet. Die Auseinandersetzung mit dem (scheinbar) Alltäglichen ist ihnen gemein: Das Vertraute als auch das Fremde wird mittels unterschiedlicher Herangehensweisen zum Eigenen gemacht. In ihrer Unterschiedlichkeit treffen die malerischen, plastischen und skulpturalen Werke lustvoll aufeinander, erzeugen heterogene und homogene Gegenüberstellungen, die den jeweiligen künstlerischen Ansatz herausstreichen und auch die Gemeinsamkeiten betonen.

Benjamin Nachtigall

Alltägliche Situationen manifestieren sich im gegenständlichen Werk des Künstlers Benjamin Nachtigall. Seine Figuren kennzeichnet ein blasser, androgyner Körperbau, der kaum individuelle Merkmale aufweist. Anstatt des Kopfes krönen Früchte wie Zitronen, Orangen oder Artischocken den Körper. Stehend, sitzend oder liegend beleuchtet der Künstler ausschnitthaft bestimmte Lebenssituationen: Von Gefühlen der Freiheit und der Leichtigkeit des Seins rangiert die Palette bis hin zu nachdenklichen Stimmungen.
Eine besondere Anziehungskraft verleiht er seinen Phantasiewesen durch die Umsetzung in Ton. Die Eigenschaft der glatten, kalten, rohen Keramik konterkariert der Künstler durch die Darstellung der kuriosen, eigentümlichen und humoristischen Phantasiewelten und schafft damit einen einzigartigen Kunstgenuss.

Künstlerportrait Benjamin Nachtigall

Martin Veigl

Martin Veigls Malereien geben alltägliche Situationen in Nahperspektive wieder. Sein Interesse gilt jungen Menschen in zwanglosen Momenten, beispielsweise am Stand oder im urbanen Umfeld. Dabei nimmt der Künstler die Rolle des stillen und genauen Beobachters ein, der ein beeindruckendes Gespür für Posen und Gesten an den Tag legt. Sein Gegenüber verharrt in Natürlichkeit und wirkt unbeeinflusst von seiner subjektiven Anwesenheit. Bei eingehender Betrachtung wird bewusst, dass Martin Veigl mit seinen Malereien nur ein scheinbares Fenster zur Wirklichkeit öffnet, vielmehr irritieren die zahlreichen fleckig, farbige Stellen. Ein Spiel zwischen detailgetreuer Gegenständlichkeit und abstrakter Auflösung in Form und Farbe beginnt sich auf der Bildfläche zu manifestieren. Mit diesem malerischen Kniff bedient sich der Künstler eines erfrischenden Zugangs innerhalb des traditionsbehafteten Mediums der Malerei.

Künstlerportrait Martin Veigl

Stefan Zsaitsits

Die Bildwelten von Stefan Zsaitsits lassen in phantastische Welten eintauchen: Von weichen Hügeln mit zart blühender Vegetation bis hin zu kargen, schroffen und dystopischen Gefilden changiert die Palette. Anhand seiner dargestellten Protagonisten eröffnet der Künstler Einblicke in die Tiefen des Unterbewussten. Mit Graphitstift entstehen die großformatigen Welten auf Papier. In Grau-Nuancierungen gehalten, wechselt die Komposition zwischen skizzenhaften und exakt ausformulierten, malerischen Elementen.

Künstlerportrait Stefan Zsaitsits