Künstler der Galerie 422 (A-F)

FRANZ JOSEF ALTENBURG

Franz Josef Altenburg, Palisade, 2006, Keramik, 26 x 20 x 7 cm
Franz Josef Altenburg, Rahmen, 2013, Keramik, 26,5 x 16 x 6 cm
Franz Josef Altenburg, Turm, 2008, Keramik, 43 x 15 x 15 cm
Franz Josef Altenburg, o.T., 1989, 16 x 10 x 30cm
Franz Josef Altenburg, Turm, 2004, Keramik, 31 x 8 x 8 cm
Franz Josef Altenburg, Winkel, 2013, Keramik, 21 x 19 x 13 cm

Die Abbildungen zeigen nur eine Auswahl der in der Galerie verfügbaren Arbeiten. Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne eine komplette Liste zu. Kurzfristige Änderungen vorbehalten.

 

Franz Josef Altenburg Portrait

Franz Josef Altenburg Portrait

"Künstlerisch gesehen ist Altenburg ein Einzelgänger der Keramik. [...] Franz-Josef Altenburg schöpft aus dem vollen. Er braucht gesellschaftliche Resonanz und Repuation ebenso wie den Dialog mit Künstlern verschiedenster Sparten. Zu Ideenreichtum und struktureller Strenge gesellt sich bei ihm eine Arbeitsweise, die gleichsam in Schüben in Erscheinung tritt und zu periodischen Produktionen gleichartiger, aus einem Guß wirkender Werke führt. Altenburgs Arbeiten sind Resulat bewußt angestrebter Einfachheit und ebensolcher Abstraktionsvorgänge auf der Basis komplexer Ausgangspunkte und Grundlagen. [...]

Altenburgs klare handwerkliche Ausrichtung und die Ausschließlichkeit der Materialswahl in der Beschränkung auf den mit Hand und Töpferscheibe geformten beziehungsweise geschichteten Ton sind Voraussetzung und Bestätigung einer intelligent konrollierten künstlerischen Haltung, die sich in zunhemendem Maße als richtig und effizient erweist. Seine Konzepte, Ideen und Stellungnehamen zu Phänomenen nd Problemen der Umwelt beidenen sich einer einfachen, antiliterarischen Symbolsprache. Diese Abkehr vom Erzählerischen sowie Altenburgs Desinteresse am Ornamentalen erweisen sich als künsterischer Vorteil im strengen Prozeß der Formfindung und den durch in bestimmten, rein bildernischen Qualitäten der Keramik. [...]

In den Keramiken Altenburgs spielen Formgebung und Volumen, Statik, Gewicht und Oberflächenbeschaffenheit kongenial zusammen. Farbe wird monochrom verwendet, die Strukturen der Keramik sind Ergebnis einer unprätentiösen, soliden angewandten Technologie, der es auch dort, wo die Dinge filigraner werden, nicht an Robustheit und Standfestigkeit mangelt."

Textauszug aus: Peter Baum, Vom Selbstverständis keramischer Objekte. Zum Werk von Franz Josef Altenburg, in: Franz Josef Altenburg, Keramik, Linz 1991, 7-13.

 

Franz Josef Altenburg Biografie

1941   
geboren in Bad Ischl

1958-1962 
Kunstgewerbeschule in Graz

1962-1964   
Mitarbeit in der Hallstätter Keramik

1965-1966   
Gasthörer an der Keramikschule Faenza

1967   
Meisterprüfung im Hafner-Gewerbe
Mitarbeit in der Hallstätter Keramik

1968   
Arbeitsaufenthalt bei Jean Claude de Crousaz in Genf

1969-1993   
Freischaffender Künstler im Atelier der Gmundner Keramik

1972
Concorso internationale della Ceramica d’Arte contemporanea, Faenza (Goldmedaille)

1989   
Oberösterreichischer Kulturpreis für bildende Kunst

2010
Heinrich-Gleißner-Preis


Lebt und arbeitet in Breitenschützing, Österreich

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