Künstler der Galerie 422 (G-K)

FRANCO KAPPL

Franco Kappl, o.T., 2016,  Acryl auf Leinwand, 160 x 120 cm

Die Abbildungen zeigen nur eine Auswahl der in der Galerie verfügbaren Arbeiten. Auf Wunsch senden wir Ihnen gerne eine komplette Liste zu. Kurzfristige Änderungen vorbehalten.

Franco Kappl Portrait

Franco Kappl Portrait

"Franco Kappls neue Gemälde führen den Weg fort, den der Künstler ab Anfang der 1990er Jahre eingeschlagen hat. Seine Haltung entspricht einer zutiefst dem Medium in seinen Grundzügen verbundenen malerischen Praxis. Dabei haben der unmittelbare Malprozess, die dadurch entstehende kompositorische Anlage und die malerische Atmosphärik im Hell-Dunkel den Vorrang gegenüber einer konkreten Bildvorstellung, womöglich noch mit gegenstandsbezogener Ausrichtung.

Kappl ist Maler um der Malerei willen. Daraus resultiert eine abstrakte Grundstruktur. Die Farbe fügt sich keiner formalen oder figurativen Ordnung unter, das Geviert erscheint abstrakt gestaltet. Kappls Abstraktionsbegriff schließt jedoch Momente des Natürlichen mit ein. Es entstehen Bilder parallel zu einer klassischen Landschaftsdarstellung. Kappl filtert aus dem Landschaftlichen gleichsam elementare Qualitäten wie den Raum, seine Atmosphäre und das Licht-Schatten-Spiel. Dieser Hell-Dunkel-Dialog dominiert vor allem seine aktuellsten Werkbeispiele. Stets werden die Farben aus einem erdigen und kaum grellen koloristischen Spektrum entwickelt. Düstere Braun, Grau- und Schwarztöne bilden dafür die Basis. Chromatische Töne wie etwa die Primärfarben blitzen manchmal aus den gedämpften Farbzonen, sie vermengen sich aber stärker mit ihnen als dass sie die Oberhand in der optischen Wirkung der gesamten Bilderscheinung gewinnen würden.

Generell präsentieren sich die Bilder in einer verhaltenen und unaufdringlichen Atmosphäre. Wuchtige Effekte werden durch sensible malerische Nuancen und räumlich illusionistische Bildbereiche übertüncht. Die Gemälde wirken getragen, monumental, ähnlich der erhabenen Stimmung einer vorüberziehenden Schlechtwetterfront, aus der helle Sonnenflecken sanft durchzubrechen scheinen. Cremige Weißtöne überlagern dichte malerische Zonen. Ein spannungsgeladenes Figur-Grundverhältnis wird aufgebaut."
Florian Steininger, Wien 2002

Franco Kappl Biografie

1962    
geboren in Klagenfurt


1974-1981    
Besuch des Gymnasiums in Klagenfurt


1982-1989    
Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei
Arnulf Rainer


1987    
Max Weiler-Preis


1988    
Mehrmonatiger Studienaufenthalt am Royal College in London


1991 und 1997   
Mehrmonatige New York-Aufenthalte


1969-1993    
Freischaffender Künstler im Atelier der Gmundner Keramik


1994    
Erster Preis für Bildende Kunst der Bau Holding AG

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