22.09.2020 - 27.09.2020

PARALLEL VIENNA MIT LENA GÖBEL - MONOLITHIC BABY!

Lena Göbel, Monolithic Baby!, 2020, Holzschnitt, Papier, Öl auf Leinwand, 180 x 200 cm
Lena Göbel, Monoliths and Dimensions, 2020, Holzschnitt, Papier, Öl auf Leinwand, 170 x 150 cm
Lena Göbel, Mountainhail I, 2020, Holzschnitt, Papier, Öl auf Leinwand, 170 x 150 cm

Für das diesjährige Gallery Statement bei der Parallel Vienna lud die Galerie 422 Margund Lössl die Künstlerin Lena Göbel ein, ihren Raum zu bespielen. Unter dem Titel „Monolithic Baby!“ werden eigens dafür entstandene Arbeiten der heurigen Preisträgerin des Anton-Faistauer-Preises für Malerei  präsentiert.
Lena Göbel (*1983) studierte bei Prof. Gunter Damisch an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Danach lebte sie für einige Jahre in Berlin und kehrte 2014 nach Österreich zurück. Seither folgten immer wieder längere Reise und Residencys in unterschiedliche Länder, wie beispielsweise nach Spitzbergen oder Leipzig.
Seit ihrer Rückkehr nach Österreich lebt Lena Göbel sowohl in Wien als auch Frankenburg am Hausruck. Den Spagat zwischen Großstadt und Leben auf dem Land verarbeitet sie neben anderen Themen in ihren Bildern. Viele davon changieren zwischen trashiger Alltagskultur und gelebter Tradition. Auch das Quäntchen Ironie darf nicht fehlen, das sie durch die Darstellung von Mischwesen ins Bild bringt.

Lena Göbel bedient sich in ihren Arbeiten eines alten und tradititionsbehafteten Mediums, dem Holzschnitt. Sie verwendet das Medium nicht seriell, sondern denkt stark in Unikaten, die sie mittels der malerischen Komponente, die Teil jedes Bildes ist, schafft. Daraus resultierend schreibt sie dem  Druckstock eine Doppel-Bedeutung zu: er ist Druckvorlage und skulpturales Gebilde im Ausstellungsraum zugleich.

Die für die Parallel entstandenen Werke deuten eine neue Facette im noch jungen Oeuvre Lena Göbel`s an. Die figürlichen Elemente sind zugunsten von Abstrakten in den Hintergrund gerückt. An manchen Stellen lassen sich architektonische Elemente erahnen, die marginal Erinnerungen an Arbeiten zu Beginn ihres künstlerischen Schaffens evozieren. Zudem haben die sichtbar pastelligen rosa, bau und grün-Nuancierungen die gewohnte Farbpalette von Lena Göbel erweitert. Erste Fotos von den neuen Arbeiten geben bereits einen kleinen Vorgeschmack auf die Solopräsentation im Raum der Galerie 422 auf der Parallel Vienna 2020.