Menschenbilder

28.07.2007 - 02.09.2007

IRENE ANDESSNER
SIEGRIED ANZINGER
FRANZ BLAAS
URSULA BUCHARD
GUNTER DAMISCH
IRENE DAPUNT
THERESA EIPELDAUER
DAVID EISL
IRIS-INES FEICHTENBERGER
GEORG FRAUENSCHUH
ROBERT FREUND

LAURA GEBETSROITHER
LENA GÖBEL
GERHARD GUTENBERGER
XENIA HAUSNER
MAX HOLZAPFEL
MICHAEL HORSKY
CHRISTOPH HÜTTER
JOHANNA KANDL
JIRI KOLAR
MARIA LASSNIG
ANNA MARINGER

KATHARINA MÜLLER
PHILIP PATKOWITSCH
JOSE POZ
OARNULF RAINER
FRANZ RINGEL
RAPHAELA RIEPL
GERHARD RÜHM
ERIKA SCHMIED
DALMA SCHWERTFÜHRER
THOMAS STURM
MARIANNE VLASCHITS
 (Die folgende Seite dient zur Erinnerung. Die abgebildeten Arbeiten sind möglicherweise nicht mehr verfügbar!)

Manfred Hebenstreit, Mischtechnik auf Leinwand aus der Serie
Manfred Hebenstreit, Mischtechnik auf Leinwand aus der Serie
Manfred Hebenstreit, Mischtechnik auf Leinwand aus der Serie
Manfred Hebenstreit, Mischtechnik auf Leinwand aus der Serie
Manfred Hebenstreit, Mischtechnik auf Leinwand aus der Serie
Manfred Hebenstreit, Mischtechnik auf Leinwand aus der Serie

Ein Spiegel, ein Nazarenerchristus, eine Skulptur, Collagen, verschiedene Zeichnungen, viel Malerei und Fotos zeigen Menschenbilder aus der Sicht der Künstlerschaft verschiedener Generationen.

Die älteste Künstlerin, sieht man vom Christusbild ab, ist Maria Lassnig, Jahrgang 1919 und die jüngste Lena Göbel, Jahrgang 1983. Vergleiche zwischen den unterschiedlichen Positionen drängen sich auf. Es geht um einen Zeitraum, in dem die Figuration nicht immer die erste Geige gespielt hat, aber nie völlig von der Bildfläche verschwunden ist. Nachdem heute wieder verstärkt ein Hang zur Gegenständlichkeit in unterschiedlicher Verpackung festzustellen ist, liegt es nahe sich in einer Ausstellung damit zu befassen ohne das Kriterium der Qualität außer Acht zu lassen. Gerade junge Kunst kann als Impulsgeber dazu beitragen Neues in die Bildnerei einfließen zu lassen.

Jugendliche Frische, ihre Integrität und Authentizität, ihre Energie und ihr spezielles Lebensgefühl kann die Szene bereichern. Gerade die kurze Zeitspanne der Jungend ist bei vielen Künstlern geprägt von unbestechlichen Haltungen, von Infragestellung des Althergebrachten und der Kritik an Kollegen und Kolleginnen.

Zeitgenössische Kunst entwickelt immer neue Sichtweisen die den Blick auf die Kunstgeschichte verändern, bzw. den Kunstbegriff ständig neu definieren.

Haben im 20. Jahrhundert Kunstschaffende sich noch bemüht den Staub der Akademien abzuschütteln, lässt man heute gleich alles gelten. Von der souveränen Malerei eines Siegfried Anzinger bis zur unbeholfenen Pinselführung eines Martin Kippenberger von perfekter Komposition bis zu falschen Perspektive und absonderlichen Bildfindungen. Technische Vollkommenheit ist heute kein unumstößliches Kriterium mehr. Notwendig ist etwas mit großer Intensität auszudrücken. Surreale und andere Elemente werden in die Bildsprache eingeflochten und neu interpretiert.

Unsere Ausstellung ist zwangsläufig eine Gratwanderung, wenn man, wie in einer privaten Galerie nichts anders vorstellbar, zwischen wirtschaftlichen und didaktischen Überlegungen einen vernünftigen Nenner finden muss. Es ist zu hoffen, dass wir eine ausgewogene interessante Auswahl an Werken getroffen haben die das Publikum animiert zur Auseinandersetzung mit dem großen Thema der Abbildnerei der Menschen.