14.05. - 02.07.2016 FRANCO KAPPL - FRANZ RIEDL

FRANZ RIEDL, Zaunerweiterung, 2012,  Inkjetdruck, Tusche auf Papier 52 x 60 cm
FRANCO KAPPL, o.T., 2016  Acryl auf Leinwand  180x145cm
FRANZ RIEDL, Doppelparavent, 2016, Papierrelief, Karton, geschnitten  44 x 59 cm
FRANCO KAPPL, o.T. 2016  Acryl auf Leinwand 160x120 cm
FRANZ RIEDL, Paravent III, 2016, Papierrelief, Karton geschnitten, 57,5 x 83,5 cm
FRANCO KAPPL, o.T. 2016 Acryl auf Leinwand, 100x85 cm
FRANZ RIEDL, Terminal Tower Linz, 2014, Inkjetdruck, Tusche auf Papier  99 x 72 cm

Virtueller Rundgang durch die Ausstellung

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FRANZ RIEDL

 

1976 geboren in Bad Ischl
1990-1994

Fachschule für Bildhauerei HTBLA Hallstatt
Meisterklasse für Bildhauerei Ortsweinschule Graz
Universität für künsterische Gestaltung Linz; Abteilung für Bildhauerei bei Prof. Reiter
Akademie der Bildenden Künste Wien bei Prof. Gironcoli (Diplom)

2007 Lehrauftrag an der TU Wien, Institut für Dreidimensionales Gestalten
2008 künstlerische Konzeption des Landesbeitrags "unSICHTBAR widerständiges im Salzkammergut"
seit 2009 gemeinsam mit Jochen Höller Betreiber des Offspace "Glockengasse NO9"

 

 

Bildgebende Verfahren

Das Aufkommen und die künstlerische Verwertung der Fotografie hat die Maler dazu veranlasst, über die Bedingungen des Bildermachens im Allgemeinen und über die Bedingungen ihres angestammten Mediums im Besonderen zu reflektieren. Hinter den Zufälligkeiten eines bestimmten Motivs wurden Strukturen herausgearbeitet, die für alle Motive gelten: waagrechte, senkrechte und schräge Linien beispielsweise, die innerhalb der Koordinaten des Bildformats zueinander in bestimmten Verhältnissen stehen.

Diese analytische Untersuchung der Grundstrukturen eines Bildes führt schließlich zur Abstraktion in ihrer konkreten oder konstruktivistischen Spielart, und spätestens Kasimir Malewitsch hat mit seinem „Schwarzen Quadrat“ und mehr noch mit seinem „Weißen Quadrat auf weißem Grund“ das Ende des malerisch hergestellten (Ab)Bildes verkündet.>

Und was kam danach?

Die Frage, ob es unter dieser erdrückenden geschichtlichen Last dieses „Abbruchmaterials der Moderne“ überhaupt noch sinnvoll ist Bilder zu machen, wurde in der Folge von den Künstlern mehrheitlich mit Nein beantwortet.

Trotzdem haben Bilder die gesamte Kunstgeschichte hindurch immer nach zwei Seiten gewirkt: Zum einen haben sie die gewöhnliche Wahrnehmung, das Bewusstsein und das Verhalten der Menschen beeinflusst, zum anderen gaben Wahrnehmung und Verhalten und Bewusstsein immer Anlass für den wissenschaftlichen Diskurs: Optik, Wahrnehmungsphysiologie und Wahrnehmungspsychologie und in neuerer Zeit vor allem die Neurowissenschaften, die ihre Erkenntnisse zur Hauptsache aus sog. bildgebenden Verfahren ableitet und bestätigt.

Bildgebende Verfahren aber sind im Ursprung und im Laufe der Geschichte doch vor allem das Metier der bildenden Kunst, die in dieser Hinsicht auch über den bei weitem größten Erfahrungsschatz verfügt. und so ist es nicht verwunderlich, dass mittlerweile eine Künstlergeneration auf den Plan getreten ist, die diesen Auftrag ernst nimmt, zugleich aber auch die Lust an Bildern verspürt und in ihrem Publikum zu wecken versteht.

Franz Riedl gehört ohne Zweifel dazu.

FRANCO KAPPL

1962 Geboren in Klagenfurt
1974-81 Besuch des Gymnasiums in Klagenfurt
1982-89 Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste
in Wien bei Arnulf Rainer
1987 Max Weiler-Preis
1988 Mehrmonatiger Studienaufenthalt am Royal College in London
1991 und 1997 Mehrmonatige New York-Aufenthalte
1994 Erster Preis für Bildende Kunst der Bau Holding AG

„Franco Kappls rezenter Werkblock zeigt sich als ein offenes und ambivalentes malerisches System. Ein unlängst verworfenes Bild, dessen gleißend weiße Oberfläche mit mattem Schwarz großteils übertüncht wurde, war Initialzündung für eine neue Herangehensweise an die Malerei. Aus der Destruktion formierte sich ein konstruktiv befruchtendes Malfeld. Die untere Malschicht wurde nun von der schwarzen Ebene zumeist streng eingefasst, wurde zur abstrakten Figur auf Grund, ohne mit der konkreten Gegenständlichkeit zu kokettieren. Zugleich löste sich die Form in reine malerische Spuren auf, erhielt Räumlichkeit. Andere artverwandte Bilder tragen vermehrt grafische Spuren, sensible Schlaufen mit grellen Farbakzenten an ihren Enden, so als würde die stille Nacht durch einen gellenden Schrei gestört werden. Satte Dunkelheit verwebt sich mit energetischen Lichtakzenten. Das Bild möchte in seiner Ambivalenz verweilen, sich selbstbewusst behaupten als malerische Schöpfung, aber zugleich sich entziehen und in den diffusen Bildraum entschwinden.“ (Text von Florian Steininger)

© 2010 GALERIE422 - MARGUND LÖSSL - AN DER TRAUNBRÜCKE 9-11 - A-4810 GMUNDEN
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