28.03. - 09.05.2015

Gilbert Bretterbauer, Jakob Gasteiger und Michael Kienzer

 

 

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Gilbert Bretterbauer

Kurzbiografie

1957 in Wien geboren
1979-86 Studium an der Universität für angewandte Kunst, Wien
1991-97 Lehrtätigkeit an der Universität für angewandte Kunst, Wien
1996-98 MAKcenter - artists in residence, USA
seit 2001 Professur an der Kunstuniversität Linz (textil.kunst.design)

 

 1. Textile Painting:

Das Ringen um ein textiles Bild ist selbst zum Inhalt geworden. Angereichert durch Elemente der Haptik, des Unvollkommenen, der Vielschichtigkeit und den Referenzen zu textilen Techniken wird das Bild zum Objekt.

2. Flächenbild:

Wie Musterkollektionen fächern sich die Farbpaletten über kleinformatige Leinwände, in denen, ausgehend von einer Ecke alle Ornamentik gebunden scheint.

 

Jakob Gasteiger

Kurzbiografie

1953 in Salzburg geboren
1969-1973 Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Salzburg
1990 Faistauer Preis für Malerei
1995 Preisträger, 24. Österr. Graphikwettbewerb Innsbruck, Preis der Landeshauptstadt Innsbruck

 

Jakob Gasteiger ist Grenzgänger. Er ist an den Regionen zwischen Malerei, Zeichnung und Skulptur interessiert, die er durch Überspielung und Verwischung ihrer Grenzen zu einer Selbstüberprüfung zwingt. Zwar hat er die Frage, ob er Malerei sei und ob das, was er mache, Bilder seien, bejaht, denn für die meisten seiner Werke seien die Vereinbarungen für ein Bild erfüllt - Farbe auf einer rechteckigen Leinwand, die an die Wand gehängt wird. Eine besondere Eigenschaft seiner Werke ist gerade, dass sie die traditionelle Bestimmungen der malerei auch überschreiten.

Gasteiger arbeitet an den Grenzen der Medien und hebt sie auf, führt das unterschiedliche in seinen Werken zusammen, lässt zum Beispiel eine malerische zugleich als graphische und als plastische handlung erscheinen. Er zeigt, dass ein Bild nicht allein durch eine mit einem Pinsel aufgetragene Farbe ensteht, eine Zeichnung nicht nur durch eine Linie auf einer Fläche, eine Skulptur nicht nur durch einen Körper im Raum. Er verschiebt und erweitert die Identitäten. Das Bild ist Zeichnung, ist Skulptur.

 

Michael Kienzer

Kurzbiografie

1962 geboren in Steyr
1977-1979 Studium an der Kunstgewerbeschule Graz, Abteilung Bildhauerei bei Prof. Josef Pillhofer
1979-1982 Studium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien bei Bruno Gironcoli
2000 Verleihung des Kunstpreises der Stadt Graz
2001 Verleihung des Msgr. Otto Mauer Preis
2005-2006 Gastprofessor für Kunst und kommunikative Praxis am Institut für Bildende und Mediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien

 

Ein immer wiederkehrendes Thema der Arbeiten Michael Kienzers ist das Verhältnis zwischen Gegenstand und Material. In Erweiterung des Skulpturenbegriffs beschäftigt er sich mit den kategorien von Raum, Zeit und Fläche, mit Verdichtung sowie mit der Dreidimensionalität linearer Formen.
Auf Fragen nach dem Ortsbezug liefern vor allem seine Interventionen im öffentlichen Raum ironische und pointierte Antworten. Dabei ist sein Einsatz von Materialien, Medien und Techniken - wie Einwickeln, Verschnüren und Rollen - scheinbar immer direkt und unmittelbar, ja alltäglich; erst auf den zweiten Blick werden Kontextverschiebungen wahrnehmbar.

 

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