16.05. - 27.06.2015

Deborah Sengl - Hymnisches Österreich

 

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Kurzbiografie

1974 Geboren 1974 in Wien
1992 Studium an der Hochschule für angewandte Kunst, Wien (Meisterklasse Terzic)
1995 Gastsemester an der Kunsthochschule Berlin / Weißensee (Modeabteilung).
1997 Diplomabschluss (Meisterklasse Ludwig Attersee).
  Lebt und arbeitet in Wien

 

Deborah Sengls Werk kreist in den verschiedensten medialen Ausführungen um das Thema der Tarnung und der Täuschung. Fragen nach Identität, aber auch nach Camouflage, Pastiche und Maskerade überträgt sie auf das Tierreich. Der menschliche Körper ist in ihren zeichnerischen und malerischen Arbeiten stets erkennbar und diesem wird ein Tierkopf aufgesetzt – damit ergeben sich Mensch-Tier Kreuzungen. In Bezug auf diese stellt sich die Künstlerin in eine lange Tradition, wie beispielsweise die vier eschatologischen Tieren; der Hahn, der Adler, der Ochse und der Löwe im Christentum bezeugen. Jedoch bei der Verhandlung der Inhalte und Darstellungsweise weist die Künstlerin ihre ganz persönliche Handschrift auf.

Symptomatisch für ihre Arbeiten auf Papier ist, der an einen Comic erinnernde Stil: schwarz skizzierter Körper und meist farbig gemalter Tierkopf. Die verschiedenen Mensch-Tier Kreuzung evoziert eine fabelartige Geschichte in unseren Gedanken. Somit steht man bei der Betrachter der Arbeiten vor dem Rätsel, wer verbirgt sich wohl dahinter? Bei der, für die Ausstellung konzipierten zweiundzwanzig teiligen Serie „Hymnisches Österreich" karikiert Deborah Sengl in ihrer charmant zynischen Ausdrucksweise verschiedenste österreichische „Promis". Dabei darf beispielsweise der Volks Rock'N'Roller Andreas Gabalier nicht fehlen. Er präsentiert sich als röhrenden Hirsch im Trachtenoutfit.
Deborah Sengls Arbeiten gehen tiefer als nur, wer könnte das fabelhafte Wesen sein. In ihrer Darstellungen geht es nicht um eine Harmonie zwischen Mensch und Tier, sondern vielmehr um Tarnen und Täuschen, den Kampf ums Dasein und die Ausbeutung. Wer ist der Täter und wer das Opfer? Wer muss tarnen und wer muss täuschen?

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